TFG Typhoons e.V.

Homepage der TFG Typhoons – Gestartet als Schul-AG, jetzt eine feste Vereinsgröße im American Football Deutschlands

  • Knapp drei Stunden waren die Bochum Open, die Premiere eines neuen Turnierformats des AFCVNRW alt, als die Offense der TFG Desperados im Dauernieselregen des Wattenscheider Lorheidestadions erstmals aufs Scoreboard kam. Nach zuvor knapp eineinhalb Stunden vergeblicher Versuche, mehr als drei Spielen ohne eigene Angriffspunkte, mehr als einem Dutzend Interceptions vor allem als Folge gegnerischen Drucks durch Blitzer – eine für die Desperados wenig vertraute Defense-Strategie, wurde bei all ihren bisherigen Auftritten im Jahr 2025 doch „ohne Blitz“, ohne auf den QB zusprintenden Verteidiger gespielt. 

    Ein kurzer Pass von Quarterback (QB) Jacob Luca auf seinen Center Konstantin Pelzer sorgte um kurz vor fünf für das 12:00 gegen die Schiefbahn Riders, die inzwischen verstärkt mit ihren Back-ups unterwegs waren, war ihnen nach drei vorangegangenen Siegen der Turniergewinn doch nicht mehr zu nehmen. Kurz zuvor war es Desperados-Defender Benjamin Brechter gewesen, der mit seiner zweiten Interception des Spiels seine Offense zurück auf den Platz geholt hatte, nachdem er bereits kurz nach Spielbeginn mit einem Pick 6 für die 6:0-Führung gesorgt hatte. Am Ende der Partie gelang es den Desperados, ihren 12:00-Vorsprung über die Zeit zu bringen, womit sie zumindest ein Stück weit Wiedergutmachung betreiben konnten für das, was sich im Vorfeld ereignet hatte: 

    Im Auftaktspiel hatte es eine 00:28-Niederlage gegen die Dortmund Giants gegeben, gegen die man dann auch zwei Stunden später im „Rückspiel“ mit demselben Ergebnis unterlegen gewesen war. Dazwischen lag ein 02:24 gegen den späteren Turniersieger Schiefbahn Riders, in dem Valerie Bomhard aufseiten der Defense die ersten Desperados-Punkte des Tages hatte erzielen können.

    Ende gut, alles gut? – sicher nicht!

  • Natürlich hätte es am Tag der Deutschen Einheit für die U16 der TFG Typhoons auch noch eine „Perfect Season“, eine Saison ohne jeglichen Punktverlust werden können, allerdings reiht sich auch das heutige Unentschieden gegen die Troisdorf Jets nahtlos in vier Football-Wochen ein, die als „Goldener Herbst 2025“ in die Geschichte des TFG Footballprogramms eingehen werden:

    7. September: Die U19 Typhoons – selbst spielfrei – werden erneut Regionalliga-Meister und verteidigen damit ihren Titel aus 2024.

    14. September: Die U16 Typhoons werden zum dritten Mal in Folge Oberliga-Meister.

    14. September: Den U19 Typhoons gelingt die „Perfect Season“.

    27. September: Die U19 Typhoons gewinnen die Relegation und steigen in die Bundesliga auf.

    30. September: Die TFG Desperados werden in Berlin Deutscher Flagfootball-Schulmeister.

    3. Oktober: Die U16 Typhoons gehen ungeschlagen aus der Saison 2025 heraus.

    Kann man mal so machen! Dass es gegen den aufopferungsvoll kämpfenden 17-Mann-Rumpfkader der Troisdorf Jets für die U16 Typhoons heute „nur“ zu einem 8:8 reichte, tat vor diesem Hintergrund der Stimmung auf der gut gefüllten Tribüne des Rather Waldstadion keinen Abbruch. Die Gäste waren im zweiten Quarter mit 8:0 in Führung gegangen und hätten diese noch vor dem Halbzeitpfiff gar ausbauen können, wären sie nicht mit einem Field-Goal-Versuch aus 30 Yards gescheitert. Dass die Typhoons in der auf beiden Seiten von den Defense-Reihen dominierten Partie überhaupt noch in Schlagdistanz blieben, war nicht zuletzt Highlight-Plays von D-Liner Jonathan Michelchen (QB-Sack), Defense Back Tilman Limpert und Linebacker Noah Middendorf (Interceptions) zu verdanken.

    Am Ende dauerte es bis zwei Minuten vor dem Abpfiff, dass sich Running Back Luis Mitschke mit gleich mehreren First-Down-Läufen mal bis auf die gegnerische 1-Yard-Linie vorarbeiten konnte, von wo aus Mats Gründler zunächst für das 6:8, anschließend mit einer erfolgreichen Two-Point-Conversion (TPC) auch noch für den Ausgleich sorgen konnte. Und damit nicht genug! Nachdem die Typhoons-Defense die Jets-Offense anschließend erneut schnell wieder vom Platz heruntergeholt hatte, standen die Typhoons 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff gar nochmals vor der Gäste-Endzone, scheiterten aber beim Ausspielen des vierten Versuchs. Was aber ebenfalls niemanden im weiten Rund des Rather Waldstadions großartig störte, hatten sich die Jets das Unentschieden am letzten Saisonspieltag mit einem starken Auftritt doch mehr als verdient.

    Damit gehen die Jets als Dritter aus der Oberliga-Saison 2025, während der Meister erneut TFG Typhoons heißt.

    U16 TFG Typhoons vs. Troisdorf Jets 8:8 (0:0; 0;8; 0:0; 8:0)
    Rather Waldstadion, 150 Zuschauer
    0:8  1-Yard-Lauf und TPC Jets
    8:8  1-Yard-Lauf und TPC Mats Gründler

    Ein paar Impressionen vom Spiel gibt es hier: Bilder

  • Nach zwei vergeblichen Anläufen mit einer Final-Niederlage in Unterhaching 2022 und dem Halbfinal-Aus in Berlin im vergangenen Jahr konnten die TFG Desperados am heutigen Dienstag die vierte Auflage des NFL Flag German School Bowls, der inzwischen offiziellen Deutschen Meisterschaft im Schul-Flagfootball, gewinnen. In einem wahren Herzschlagfinale gelang gegen die Integrierte Gesamtschule (IGS) Stromberg aus Rheinland-Pfalz, die sich im Halbfinale erst in der Overtime mit 15:14 gegen die Realschule Taufkirchen bei München hatte durchsetzen können, ein 7:6-Erfolg. Die zweite Deutsche Meisterschaft für das Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG) nach 2010, damals noch unter den Fittichen des AFCVNRW, nicht unter denen der NFL Deutschland GmbH.

    Vorausgegangen waren zum einen drei Gruppensiege gegen die Carl-Zeiss-Oberschule aus Berlin (21:00), gegen die Schule Rellinger Straße aus Hamburg (08:00) und gegen das Berliner Schiller-Gymnasium (06:00). Im Halbfinale kam es dann zum Rematch gegen das nach der Vorrunde viertplatzierte Schiller-Gymnasium, das der Gruppenerste TFG Desperados ein weiteres Mal mit 6:0 für sich entscheiden und sich damit fürs Finale qualifizieren konnte.

    Aufs Scoreboard kamen offense-seitig im Laufe des Turniertages Louis von Dietze (33 Punkte), Anna Buchwald (2) und Julius Gradzielski (1), wobei Letzterer als Quarterback auch noch für vier Touchdown-Pässe sorgte. Aufseiten der bärenstarken Desperados-Defense, die über den ganzen Tag hinweg lediglich einen Touchdown zuließ, überragten Laura Müssig und Jonas Linn mit je einem Pick Six sowie der auch in der Verteidigung agierende Julius Gradzielski mit einer, Emilio Sluyter-Reyes mit beeindruckenden fünf Interceptions. In der Folge wurde er vor der Turnierleitung abschließend zum MVP U14 Males gekürt, zum besten männlichen Spieler des U14-Turniers.

    Für das Team der TFG Desperados, für das neben den oben Genannten auch Pauline Gelhaus, Caroline von Ditfurth, Nils Hüffner und Malte Klopsch sowie die Coaches Noah Middendorf und Alexander Schnalke unter der Führung von Head Coach Sammy Schmale aufliefen, steht mit dem Gewinn der Deutschen Schulmeisterschaft nun ein weiteres Abenteuer auf dem Programm. Im Juni 2026 sind sie eingeladen, auf Kosten der amerikanischen National Football League (NFL) die Bundesrepublik Deutschland bei einem internationalen Flagfootball-Turnier in den USA zu vertreten.

    Ein paar Impressionen in Stand- und Bewegbildern gibt es hier: Bilder:

  • Drei Jahre nach ihrem Rückzug aus der German Football League Juniors (GFLJ) haben sich die TFG Typhoons erneut sportlich für das Oberhaus des deutschen Jugendfootballs qualifiziert. Im zweiten Relegationsspiel bei den Longhorns im baden-württembergischen Weinheim gab es einen ungefährdeten 29:07-Auswärtserfolg, sodass die Typhoons, die bereits das Hinspiel mit 75:00 gewonnen hatten, 2026 in die Jugendbundesliga zurückkehren werden.

    War angesichts des Hinspiel-Ergebnisses bereits vor Anpfiff in Weinheim „allenfalls wenig Luft in der Partie“, so war sie kurz nach dem Kickoff in Gänze raus. Im Nachgang zur Spieleröffnung durch die Gastgeber trug Kick-Returner Simon Geitner das Ei bis zur eigenen 44-Yard-Linie, bevor Running Back Leonardo Ruffert die verbleibenden 56 Yards zur 6:0-Führung erlief. Unmittelbar nach Beginn des zweiten Quarters waren die Typhoons dann durch Touchdowns von Simon Geitner und Janes Gölz sowie zwei erfolgreiche Points-after-Touchdown (PAT) durch Kicker Oskar Horstmann auf 20:0 davon gezogen, die Relegation entschieden.

    Was folgte, war seitens der Typhoons-Offense nicht weiter von Erfolg gekrönt, was nicht zuletzt an durch Strafen oder beim Field-Goal-Versuch durch Pfostentreffer liegengelassenen Punkten lag. Stattdessen gelangen den Gastgebern kurz vor der Halbzeit die lang ersehnten und mehr als verdienten Punkte zum zwischenzeitlichen 7:20, bevor in beiden Teams die Defenses das Heft des Handelns übernahmen. Auf Typhoons-Seite hatte dies nicht zuletzt Interceptions durch die Defense Backs Paul Brouwers und Milo Tang zur Folge, wobei Letzterer dabei gar noch den Weg in die Weinheimer Endzone fand. Für den Schlusspunkt sorgte letztlich Oskar Horstmann mit einem 40-Yard-Field-Goal, das er zum 7:29 verwandeln konnte.

    Die TFG Typhoons möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, sich bei den Weinheim Longhorns für zwei in vielerlei Hinsicht denkwürdige Spieltage zu bedanken, was auch ihre außerordentliche Gastfreundschaft am gestrigen Samstag meint. Allen verletzten Aktiven wünschen wir baldige und vollumfängliche Genesung.

    Weinheim Longhorns vs. TFG Typhoons 07:29 (00:13; 07:07; 00:00; 00:09)
    00:06  56-Yard-Lauf Leonardo Ruffert, TPC failed
    00:13  Simon Geitner nach 25-Yard-Pass Till Treibmann, PAT Oskar Horstmann
    00:20  Janes Gölz nach 12-Yard-Pass Oskar Vogel, PAT Oskar Horstmann
    07:20  1-Yard-Lauf und PAT Weinheim Longhorns
    07:26  20-Yard-Interception Milo Tang, TPC failed
    07:29  40-Yard-Field-Goal Oskar Horstmann

    Ein paar Impressionen in Stand- und Bewegbildern gibt es hier: Bilder:

  • Samstagnachmittag, ein herrlicher Spätsommertag, es ist angerichtet auf dem Spielfeld wie unter dem Tribünendach, das Schmuckkästchen Rather Waldstadion hat sich herausgeputzt, die Gäste aus Baden-Württemberg sind mit voller Kapelle angereist, das erste von zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die Jugendbundesliga steht an – und es finden nicht einmal 300 Zuschauer den Weg an den Rand des Aaper Waldes…

    Das war es dann aber auch mit den schlechten Nachrichten an einem ansonsten in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Spieltag. Dies meint zuallererst mal die Gäste, die Weinheim Longhorns, das ohne Zweifel stärkste Team, das in diesem Jahr im Rather Waldstadion seine Visitenkarte abgegeben hat. Insbesondere mit ihrer Offense konnten sie vor allem im ersten Quarter mehr als einmal Druck auf die Typhoons ausüben, wenngleich es ihnen dabei nicht gelang, sich für den immensen Aufwand auch zu belohnen. Ursächlich dafür vor allem, dass ihnen der Pass Rush der Typhoons-Defense zunehmend Schwierigkeiten bereitete. Das zweite Quarter setzte ihnen dann gar derart zu, dass sie sich nach dem Wiederanpfiff zu Halbzeit zwei mehr oder weniger ergaben, obwohl der Halbzeitstand von 27:00 auch nicht im Entferntesten widerspiegelte, wie stark die Longhorns sich im ersten Abschnitt präsentiert hatten. Am Ende erging es ihnen dann gar wie allen vorherigen Regionalliga-Teams der Typhoons im Rather Waldstadion im Jahr 2025: sie blieben ohne jeglichen Punkt.

    Nicht weniger bemerkenswert der Auftritt der U19 Typhoons, die nun seit Juni 2023 ungeschlagen sind. Von Beginn an gefordert – siehe oben –, gingen sie die Aufgabe ausgesprochen seriös an. Defense-seitig kulminierte dies in einer Vielzahl an Quarterback-Sacks durch Daniel Tilger und Co., in Interceptions durch die Defense Backs Paul Brouwers und Sebastian Kreiling (jeweils Pick Six) und die Linebacker Karim Dumoulin und Till Heukelbach sowie in Fumble Recoveries durch Defense Back Ben Flohr und D-Liner Ferdinand Kreiling, die sie anschließend in die Weinheimer Endzone tragen konnten.

    Aufseiten der Typhoons-Offense konnten sowohl die Running Backs Oskar Vogel und Leonardo Ruffert als auch Wide Receiver und Kicker Oskar Horstmann jeweils zweistellig scoren, sodass am Ende der nach GFLJ-Regeln ohne Mercy Rule gespielten Partie ein 75:00-Heimerfolg das Scoreboard zierte. Ein Ergebnis, das es auch mit noch so viel Demut nicht besonders wahrscheinlich erscheinen lässt, dass da am kommenden Samstag noch etwas schiefgehen könnte mit dem erneuten Bundesliga-Aufstieg der Typhoons, wenn sie um 14 Uhr in Weinheim zum Relegationsrückspiel antreten werden. Zumal nicht auszuschließen ist, dass die Mannen von Head Coach Patrick Lorenz Letzteren noch ein weiteres Mal ernstnehmen werden, hatte er doch im Angesicht des bisherigen Saisonverlaufs die Relegation als Charaktertest für sein Team tituliert.

    TFG Typhoons vs. Weinheim Longhorns 75:00 (06:00; 21:00; 20:00; 28:00)
    Rather Waldstadion, 250 Zuschauer
    06:00  70-Yard-Lauf Leonardo Ruffert, TPC failed
    13:00  Oskar Vogel nach 62-Yard-Pass Till Treibmann, PAT Oskar Horstmann
    20:00  Oskar Horstmann nach 34-Yard-Pass Till Treibmann, PAT Oskar Horstmann
    27:00  70-Yard-Pick Six Paul Brouwers, PAT Oskar Horstmann
    34:00  10-Yard-Lauf Oskar Vogel, PAT Oskar Horstmann
    40:00  49-Yard-Lauf Oskar Horstmann, PAT failed
    47:00  40-Yard-Pick Six Sebastian Kreiling, PAT Oskar Horstmann
    54:00  66-Yard-Lauf Leonardo Ruffert, PAT Oskar Horstmann
    61:00  28-Yard-Lauf Leonardo Ruffert, PAT Oskar Horstmann
    68:00  12-Yard-Lauf nach Fumble Recovery Ben Flohr, PAT Oskar Horstmann
    75:00  2-Yard-Pick Six Ferdinand Kreiling, PAT Oskar Horstmann

    Ein paar Impressionen von der Partie gibt es hier: Bilder