TFG Typhoons melden sich eindrucksvoll zurück

ErgebnisSie haben den Weckruf gehört, die Schützlinge von Head Coach Jens Ruffert. Und sie taten, wie ihnen aufgetragen wurde: am Tag der Arbeit arbeiteten sie – hart! Vier Tage nach der alles andere als eingeplanten 12:24-Niederlage bei den Langenfeld Longhorns konnte die U19 der TFG Typhoons mit einem phasenweise mitreißenden Auftritt ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Gegen die mit dem Ziel Bundesliga-Aufstieg in die Saison gegangenen Paderborn Dolphins gab es im heimischen Rather Waldstadion vor über weite Strecken der Partie begeisterten 250 Zuschauern einen letztlich doch klaren 35:07-Erfolg (08:07; 13:00; 00:00; 14:00), der zugleich den 50.Sieg des Teams seit seiner Aufnahme des Spielbetriebs im Jahr 2007 markierte. Gerade mal einen Touchdown gestattete dabei die an diesem Tag bärenstarke Typhoons-Defense den Delfinen aus Westfalen, die in den beiden ersten Saisonpartien insgesamt 82 Punkte aufs Scoreboard gebracht hatten. Während damit über die Leistung der Mannen von Defense-Coordinator Martin Pfeiffer quasi schon alles gesagt ist, hatte Offense-Coordinator Dan-Serban Bins am gestrigen Spieltag insbesondere an seinen Running Backs Freude, die für alle fünf Typhoons-Touchdowns sorgten.

Dabei hatte die Begegnung für Deutschlands erste Schulmannschaft alles andere als vielversprechend begonnen. Nach dem Kick-off der Gäste musste die Typhoons-Offense den Ball nach vier Versuchen wieder abgeben, wohingegen die Offense der Paderborner ihren ersten Drive mit einem 47-Yard-Lauf in die Endzone der „Fliedner-Schüler“ abschließen konnte und auch noch einen erfolgreichen Point after Touchdown (PAT) erzielte. Und auch der nächste Offense-Drive der Gastgeber machte wenig Hoffnung, endete er doch mit einer Interception auf der eigenen 30-Yard-Linie. Den Hebel umlegen konnte dann die Typhoons-Defense, die die Offensiv-Bemühungen der Dolphins zunächst durch Linebacker Lukas Barske stoppen konnte, bevor dann Defense Back Paul Seifert auch noch eine Interception in der eigenen Endzone gelang. Die Schleife um dieses Geschenk machte im anschließenden Drive die Typhoons-Offense. Zwei First-Down-Pässe von Quarterback (QB) Jens Lehnhardt sowie sichere Catches der Tight-Ends Lukas Handlögten und Jonas Spitzer  brachten die Typhoons bis auf die eigene 45-Yard-Linie, von wo aus Wide Receiver Felix Herkendell nach einem Reverse-Spielzug das Ei bis zur Paderborner 18-Yard-Linie tragen konnte. Die verbleibenden Yards schaffte dann Running Back Peter Pinter, der im Zickzack den Weg in die Endzone der Gäste suchte und fand. Was anschließend nach einem PAT aussah, wurde zu einer Two-Point-Conversion, die kurz vor Ende des ersten Quarters erneut Peter Pinter zur Typhoons-Führung in die Endzone tragen konnte.

Das zweite Spielviertel begann für beide Teams zunächst mit vier Versuchen ohne größeren Raumgewinn, bevor im dritten Drive des Quarters Peter Pinter mit einem 70-Yard-Lauf in die Paderborner Endzone sein zweiter Touchdown des Tages gelang, den Kicker Raphael Schopphoff mit seinem PAT zum 15:07 anschließend noch vergolden konnte. Dass die Defense der Typhoons nicht gewillt war, diesen Vorsprung nochmal aus der Hand zu geben, mussten die Gäste in ihrem nachfolgenden Spielzug erfahren. Linebacker Oliver Janssens mit einem Quarterback Sack und Defense Liner Fabian Lummer mit einer Interception, bei der er den Ball allerdings wieder aus der Hand gab, ließen den Paderbornern keine andere Möglichkeit, als im vierten Versuch zu punten. Und auch wenn die Typhoons-Offense den Ball anschließend durch einen Fumble verlor, die Defense der „Fliedner-Schüler“ ließ einfach nichts mehr zu. Paul Seifert holte mit seiner zweiten Interception des Tages erneut seine Offense aufs Feld und die ließ sich nicht noch ein weiteres Mal bitten. Bereits im ersten Versuch setzte Running Back Tim Schuchardt zu einem unwiderstehlichen 77-Yard-Lauf in die Endzone der Gäste an und fuhr damit die ersten Punkte seiner noch jungen U19-Karriere ein (PAT failed). Eine Art Vorentscheidung hatte die Partie dann noch vor dem Pausentee zu bieten. Mit ihrem dritten Versuch hatten sich die Dolphins bis auf die 9-Yard-Linie der Gastgeber vorarbeiten können. Allerdings hatten die Gäste kein Timeout mehr zur Verfügung, sodass der Halbzeitpfiff des White Heads ertönte, bevor sie ihren letzten Versuch spielen konnten. Und so stand zur Halbzeit eine beruhigende 21:07-Führung der Typhoons auf dem Scoreboard.

Im dritten Quarter verpassten die Typhoons die Chance, den Sack frühzeitig zuzumachen. Zwar hatten sie sich durch First-Down-Läufe von Felix Herkendell und Running Back Jannik Glasmacher in eine ausgesprochen günstige Feldposition gebracht, schafften es dann aber nicht, das Ei in der Endzone der Gäste unterzubringen. Erneute Hoffnung dann, als man anstatt des allseits erwarteten Field-Goal-Versuchs aus 43 Yards Distanz einen Fake spielte, bei dem Holder Oliver Janssens vergangene Quarterback-Qualitäten aufblitzen ließ und einen langen Pass bis auf die 1-Yard-Linie der Westfalen-Delfine warf, wo ihn Felix Herkendell sicher aus der Luft pflücken konnte. Aber auch aus dieser Distanz reichte es der Typhoons-Offense nicht, sodass nach unnötigen Strafen ein erneuter Field-Goal-Versuch anstand, der allerdings aus 25 Yards Distanz das Tor verfehlte. Dass dessen ungeachtet auf Seiten der Typhoons nichts anbrennen konnte, dafür sorgten in diesem Quarter ohne Punkte vornehmlich Fabian Lummer mit einem herzhaften Tackle sowie Oliver Janssens mit seiner Interception Sekunden vor dem letzten Seitenwechsel.

Das letzte Quarter der Partie entwickelte sich dann zu dem der Typhoons Running Backs. Blieb dem Touchdown-Lauf über 30 Yards von Peter Pinter in die Paderborner Endzone aufgrund eines Holdings noch die Anerkennung versagt, gelang wenig später Tim Schuchardt sein zweiter Touchdown des Tages durch einen 9-Yards-Lauf, bevor dann Kicker Raphael Schopphoff auf 28:07 stellen konnte. Damit war der Widerstand der Gäste offensichtlich endgültig gebrochen,  führt man sich die Kuriositäten der nachfolgenden Drives vor Augen. Zunächst konnte man sich auf Seiten der Paderborner nicht einigen, wer denn den Typhoons-Kick zurücktragen sollte, weshalb Linebacker Friedrich Jasper wenig Probleme hatte, das Ei zu sichern und erneut seine Offense aufs Spielfeld zu bringen. Als diese dann nach drei durchwachsenen Versuchen dabei war, den Ball qua Punt abzugeben, gab es auf Seiten des Punt-Return-Teams erneut Probleme – und erneut konnte Friedrich Jasper den Ball sichern. Danke sagte anschließend Tim Schuchardt, dem am Tag des ersten Touchdowns seiner U19-Karriere nach Nummer zwei nun auch noch Nummer drei gelang. Nach Pass von QB Jens Lehnhardt lief er das Ei in die Endzone, bevor Kicker Raphael Schopphoff mit seinem erfolgreichen PAT das 35:07 aufs Scoreboard brachte. Dass dieses Ergebnis dann auch den Endstand darstellte, dafür sorgten bis zum Schlusspfiff die Defense Backs Martin Pinter und Umut Tuglu sowie D-Liner Dwayne Lieck, die auch die letzten Bemühungen der Gäste zunichte machten. Einen Wermutstropfen für die Typhoons hatte die bis zum Schlusspfiff äußerst faire Partie dann aber doch noch parat. Defense-Liner Tom Brinker wurde nach einer ausgesprochen unglücklichen Aktion disqualifiziert und wird darüber hinaus ein Spiel Sperre in Kauf nehmen müssen.

Diese Begegnung führt die TFG Typhoons am Sonntag in acht Tagen (11. Mai, Kick-off 15.00 Uhr) zu den Uerdingen Tomahawks, dem neben den Dolphins zweiten Team in der Regionalliga, das sich bereits vor Saisonbeginn das Ziel GFLJ-Aufstieg (Bundesliga) auf die Fahnen geschrieben hat. Erst dann dürfte für die TFG Typhoons wirklich klar werden, in welche Richtung die Saison 2014 für sie gehen sollte.

TFG Typhoons vs. Paderborn Dolphins 35:07 (08:07; 13:00; 00:00; 14:00)
Rather Waldstadion, Düsseldorf, 250 Zuschauer
00:07  47-Yard-Lauf und PAT Paderborn Dolphins
08:07  18-Yard-Lauf Peter Pinter, TPC Peter Pinter
15:07  70-Yard-Lauf Peter Pinter, PAT Raphael Schopphoff
21:07  77-Yard-Lauf Tim Schuchardt, PAT failed
28:07  9-Yard-Lauf Tim Schuchardt, PAT Raphael Schopphoff
35:07  Tim Schuchardt nach 20-Yard-Pass Jens Lehnhardt, PAT Raphael Schopphoff

Einige Impressionen vom Spiel gibt es hier: Bilder

2 Gedanken zu „TFG Typhoons melden sich eindrucksvoll zurück

  1. Liebes Team, als eine Mutter, die sich natürlich alle Spiele anschaut, würde ich gerne eine kleine Anregung geben: seit nun mehreren Jahren habt ihr ganz ganz tolle Cheerleader, die euch unterstützen, anfeuern, Shows für euch tanzen. Dafür investieren sie Trainingszeit und regelmäßig freie Wochenend-Tage, ohne eine Gage zu verlangen, die sie wahrscheinlich normalerweise bei Auftritten bekommen. Leider werden sie in euren Berichten oder auf Facebook nie erwähnt und das finde ich sehr schade.

  2. Liebe „Mutter“, ganz lieben Dank für das Finden und Nutzen der Kommentar-Funktion unseres Blogs. Als ein Vater, der sich natürlich alle Spiele anschaut, darf ich Ihnen versichern, dass ein Jeder im Umfeld des TFG-Footballprogramms sich der Bedeutung des Aquila Dance TEAMs für dieses Projekt bewusst ist. Deshalb laden wir die Mädels auch mit schöner Regelmäßigkeit zu Veranstaltungen jenseits des Football-Feldes ein, um uns bei ihnen und ihrer Frontfrau Silke Hester zu bedanken. Seit sie uns unterstützen, seit dem Frühjahr 2012, haben die U19 und die U16 der TFG Typhoons 13 Heimspiele im Rather Waldstadion ausgetragen, bei denen das Aquila Dance TEAM zugegen war. In dieser Zeit haben es „unsere“ Cheerleader auf 14 Eintragungen in diesem Blog geschafft. Das ist sicherlich ein bisschen mehr als „nie“, aber wir arbeiten daran, dass es noch mehr wird. Liebe Grüße, Ihr „Papa Typhoon“ 😉

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