TFG Typhoons mit bester Saisonleistung

Erzielte 4 Touchdowns - Nicolai PfaffMit einer über weite Strecken der Begegnung, vor allem aber im ersten Quarter, ausgesprochen überzeugenden Leistung vergrößerten die TFG Typhoons am heutigen Sonntag ihren Vorsprung auf den bis dato Tabellenzweiten Solingen Steelers bei drei noch ausstehenden Partien auf nunmehr sechs Punkte. Am Ende des Regionalliga-Spitzenspiels in der Solinger Jahnkampfbahn stand ein so und in dieser Höhe sicherlich nicht erwarteter 43:15-Erfolg des weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführers vom Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth.

Beeindruckend vor allem, wie das Team von Head Coach Jens Ruffert gleich von Beginn an in das Spiel fand. Schon den ersten Drive der Typhoons-Offense beendete Wide Receiver Felix Herkendell mit einem beherzten 16-Yard-Lauf in die Endzone der Steelers zur 6:0-Führung, wobei lediglich der Point-after-Touchdown (PAT) liegen gelassen wurde. Die Defense-Backs Max Kersten und Lennart Schlieper, Defense-Liner Yannick Wiener und Linebacker Johannes Jasper sorgten im nachfolgenden Drive der Gastgeber dafür, dass ihnen nichts anderes übrig blieb als zu punten, was erneut die Typhoons-Offense aufs Feld brachte. Und die machte genau da weiter, wo sie aufgehört hatte: Vier First-Down-Läufe von Runningback Nicolai Pfaff (Foto) sowie einer von Felix Herkendell, und man stand auf der 9-Yard-Linie der Solinger. Für die letzten Yards sorgte Quarterback Peter Pinter selbst, der mit seinem Lauf auch den zweiten Drive der Typhoons-Offense erfolgreich abschließen konnte. Sein anschließender Pass in die Endzone sowie der sichere Catch von Wide Receiver Yannik Stuka bedeuteten dann das beruhigende 14:00 durch eine Two-Point-Conversion (TPC). Aber damit war das erste Quarter der Partie noch lange nicht gespielt. Geburtstagskind Lukas Barske gelang wenig später eine Interception, die der Linebacker noch bis auf die 36-Yard-Linie der Steelers vortragen konnte. Damit stand die Typhoons-Offense nicht nur ein drittes Mal auf dem Feld, sondern sie brachte auch ein drittes Mal Punkte aufs Scoreboard. Mit einem 36-Yard-Lauf in die Endzone sorgte Nicolai Pfaff für das 20:00 (PAT failed) und übersprang damit zugleich als erster noch aktiver Typhoon die 100-Punkte-Marke. Auch wenn beim nachfolgenden Extrapunkt-Versuch so einiges schief lief, das Team in kollektiven Schlaf verfiel und so den Steelers einen 90-Yard-Lauf in die Typhoons-Endzone zum 20:02 ermöglichte, so war es doch mit Sicherheit das stärkste Quarter, das die „Fliedner-Schüler“ in 2013 bis dato hingelegt hatten.

Entsprechend entspannt konnte man in das zweite Quarter gehen, was zunächst einmal verstärkt Arbeit für die Typhoons-Defense bedeutete. Lange wehrten sich insbesondere Defense-Back Kai Schildwächter und Defense-Liner Frederik Wiener, wie beim Punt-Return auch Felix Herkendell Schlimmeres verhindern konnte. Am Ende aber standen die Steelers auf der 5-Yard-Linie der Typhoons, von wo aus sie auf 20:09 verkürzen konnten. Im nachfolgenden Drive der Typhoons-Offense konnte man beinahe das Gefühl gewinnen, die Jungs wollten es ein bisschen spannend machen. Erst verlor Felix Herkendell den Ball, der aber von O-Liner Alexander Quast noch recovert werden konnte; dann unterlief Nicolai Pfaff auf seinem Weg in die Endzone der Gastgeber das gleiche Missgeschick, wobei sein Fumble diesmal von den Solingern gesichert werden konnte. Die hatten allerdings nicht lange Freude an  dem Ball, wurden sie doch zunächst von Defense-Liner Patrick Lorenz gestoppt, bevor dann wenig später Johannes Jasper Ball und Gegner in der Endzone der Steelers zum 22:09 zu Boden bringen konnte. Yannik Stuka war es dann, der den anschließenden Kick-Return 50 Yards zurück trug, bevor ihn Felix Herkendell bis zur 10-Yard-Linie der Gastgeber lief. Von dort aus gelang Nicolai Pfaff mit seinem zweiten Touchdown-Lauf des Tages 39 Sekunden vor dem Ende der ersten Spielhälfte das vorentscheidende 28:09 (PAT failed). Dass sich an diesem Spielstand auch bis zum Halbzeitpfiff nichts mehr änderte, dafür sorgten anschließend die Linebacker Christopher Hässelbarth und Lukas Barske, die Defense-Backs Paul Seifert und Raphael Hasenbeck sowie D-Liner Philipp Brüggemann.

Die ersten Akzente in Halbzeit zwei setzten die Linebacker Raphael Hasenbeck und Florian Schildheuer, die die Solinger quasi in einen Fumble zwangen und diesen dann auch sichern konnten. Im darauf folgenden Offense-Drive der Typhoons konnte man sich des Eindrucks kaum erwehren, dass der laut Football-Internetforum inzwischen „nicht mehr ganz so spritzig aussehende“ Nicolai Pfaff aus den dortigen Beiträgen der letzten Tage besondere Motivation geschöpft haben musste. Zum zweiten Mal an diesem Tag legte er vier First-Down-Läufe hintereinander hin, um anschließend dann auch noch selbst 8 Yards in die Endzone zu seinem dritten Touchdown des Tages zu laufen, bevor Kicker Rowan Nobbe für das 35:09 sorgte. Damit war die Partie nun endgültig entschieden, womit es galt, den Backups verstärkt Spielzeit zu geben. So wogte die Begegnung hin und her, ohne dass sich bis zum Ende des dritten Quarters an dem Spielstand noch was änderte. Auf Seiten der Typhoons-Defense sorgten dafür vor allem härtere Tackles von Johannes Jasper, Kai Schildwächter, Florian Schildheuer und Joshua Lieck sowie eine Interception von Lennart Schlieper in der eigenen Redzone, die er noch bis auf die 40-Yard-Linie vortragen konnte. Auf Seiten der Typhoons-Offense gab es zwar vielversprechende Aktionen durch Wide Receiver Lukas Handlögten und Tight-End Jonas Spitzer, ohne dass allerdings weitere Punkte aufs Scoreboard gekommen wären.

Das letzte Spielviertel der Partie begann mit dem Versuch eines 35-Yard-Fieldgoals, wobei der von Rowan Nobbe getretene Ball durchaus die Länge hatte – allerdings zweieinhalb Zentimeter am Tor vorbeiging. Anschließend gelangen Johannes Jasper unmittelbar hintereinander zwei Quarterback-Sacks, die letztlich aber auch nicht verhindern konnten, dass die Steelers wenig später von der 10-Yards-Linie aus auf 35:15 verkürzen konnten (PAT failed). Dieses wiederum veranlasste Nicolai Pfaff zunächst zu einer flammenden Ansprache seiner Offense in der Typhoons-Teamzone, bevor er anschließend der Partie und seiner Leistung mit seinem vierten Touchdown am heutigen Tage über 60 Yards in die Steelers-Endzone die Krone aufsetzte. Eine erfolgreiche Two-Point-Conversion mit präzisem Pass des über weite Strecken der zweiten Halbzeit Quarterback spielenden Jens Lehnhardt sowie sicherem Catch von Yannik Stuka sorgte dann für das 43:15. Philipp Glasmacher, der den Kick-Return der Gastgeber rigoros stoppte, sowie Raphael Hasenbeck und Frederik Wiener war es schließlich zu verdanken, dass dieses Ergebnis letztlich auch der Endstand dieser höchst unterhaltsamen Partie war.

Somit heißt der erste Verfolger der TFG Typhoons (14:0 Punkte) nun nicht mehr Solingen Steelers (8:6 Punkte), sondern Uerdingen Tomahawks (10:4 Punkte), da die Krefelder die Troisdorf Jets mit 56:00 nach Hause schickten. In der dritten Partie des heutigen Tages gewannen die Langenfeld Longhorns (8:8 Punkte) mit 23:08 bei den Assindia Cardinals (4:10 Punkte). Am kommenden Samstag, den 22.Juni, treten die TFG Typhoons im Rather Waldstadion um 15.00 Uhr gegen den aktuellen Tabellenletzten Troisdorf Jets (0:16 Punkte) an.

Solingen Steelers vs. TFG Typhoons 15:43 (02:20; 07:08; 00:07; 06:08)
Jahnkampfbahn Solingen
00:06  16-Yard-Lauf Felix Herkendell, PAT failed
00:14  9-Yard-Lauf Peter Pinter, TPC Yannik Stuka
00:20  36-Yard-Lauf Nicolai Pfaff, PAT failed
02:20  Safety, Solingen Steelers
09:20  Solingen Steelers
09:22  Safety, Johannes Jasper
09:28  10-Yard-Lauf Nicolai Pfaff, PAT failed
09:35  8-Yard-Lauf Nicolai Pfaff, PAT Rowan Nobbe
15:35  Solingen Steelers, PAT failed
15:43  60-Yard-Lauf Nicolai Pfaff, TPC Yannik Stuka

Bilder von der Partie in Solingen gibt es hier: Bilder

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