Auf dem Spielfeld des Rather Waldstadions – den Typhoons gegenüber – standen am Samstagnachmittag die Wölfe aus Mönchengladbach; zusammen mit denen in der Wolfpack-Teamzone ein Rudel, das die verbandsseitig vorgegebene Mindestspielstärke soeben erreichte, sodass die Partie auch angepfiffen werden konnte. Das war allerdings nicht der einzige Gegner der Mannen von Head Coach Adrian Nendza an diesem Wochenende; ein zweiter war ein ganz anderer – und gar nicht auf dem Platz. Es war die Spielgemeinschaft aus Duisburg Vikings und Herne Black Barons, die selbsternannten Black Skulls, die bereits Ende September ihre Spiele beendet hatten und seitdem mit sieben Siegen und einer Niederlage von der Tabellenspitze grüßten. Ihr am allerletzten Saisonspieltag die Meisterschaft noch aus den Händen zu reißen, das war das erklärte Ziel der Typhoons. Dazu bedurfte es eines Sieges gegen das Wolfpack – des dann siebten Saisonsieges bei einer Niederlage. Den Ausschlag für den Gewinn der Meisterschaft hätte dann der direkte Vergleich der beiden Typhoons-Partien gegen die Back Skulls gegeben, den die Fliedner-Schüler aufgrund ihres 71:32-Heimerfolgs – bei einer 8:22-Auswärtsniederlage – für sich entschieden hatten.

Dass an diesem Vorhaben erst gar keine Zweifel aufkommen konnten, dafür sorgten vor knapp 150 Zuschauern schon kurz nach Spielbeginn Linebacker Julian Liesenfeld und Running Back Luis Mitschke. Erster stoppte die Versuche eins, zwei und drei des Wolfpacks. Letzterer sorgte im Nachgang zum Punt der Gäste für die ersten sechs Typhoons-Punkte auf dem Scoreboard. Ende des ersten Quarters war es Wide Receiver Leo Brouwers, der in die Wolfpack-Endzone eindringen konnte, Anfang des zweiten Spielviertels gelang dies seinem Teammate Julius Lieske. Im Nachgang zu einem von Linebacker Noah Middendorf gesicherten Fumble der Gäste sorgten dann Running Back Lucas Milandri und Wide Receiver Torben Thunig dafür, dass bereits die letzten Sekunden der ersten Spielhälfte nach den Regeln der Mercy Rule gespielt wurden.
Im bei durchlaufender Uhr gespielten zweiten Spielabschnitt erreichten ein weiteres Mal Torben Thunig sowie der „den Running Back gebende“ Phil Fleuß, von Haus aus Defense Liner, die Mönchengladbacher Endzone, wobei Bodgan Kraus nicht nur als Kicker beim Point-after-Touchdown (PAT) brillierte, sondern auch mit einer Two-Point-Conversion (TPC) aufs Scoreboard kam.
Am Ende des Tages war der Typhoons-Plan vollumfänglich aufgegangen – das Wolfpack mit 50:00 besiegt, die Black Skulls noch abgefangen, den Titel geholt, den von 2023 verteidigt.
U16 TFG Typhoons vs. Mönchengladbach Wolfpack 50:00 (14:00; 22:00; 08:00; 06:00)
Rarther Waldstadion, 150 Zuschauer
07:00 7-Yard-Lauf Luis Mitschke, PAT Bogdan Kraus
14:00 Leo Brouwers nach 17-Yard-Pass Alexander Schnalke, PAT Bogdan Kraus
21:00 8-Yard-Lauf Julius Lieske, PAT Bogdan Kraus
28:00 15-Yard-Lauf Lucas Milandri, PAT Bogdan Kraus
36:00 Torben Thunig nach 6-Yard-Pass Alexander Schnalke, TPC Torben Thunig
44:00 Torben Thunig nach 41-Yard-Pass Alexander Schnalke, TPC Bogdan Kraus
50:00 24-Yard-Lauf Phil Fleuß, TPC failed
