Knapp drei Stunden waren die Bochum Open, die Premiere eines neuen Turnierformats des AFCVNRW alt, als die Offense der TFG Desperados im Dauernieselregen des Wattenscheider Lorheidestadions erstmals aufs Scoreboard kam. Nach zuvor knapp eineinhalb Stunden vergeblicher Versuche, mehr als drei Spielen ohne eigene Angriffspunkte, mehr als einem Dutzend Interceptions vor allem als Folge gegnerischen Drucks durch Blitzer – eine für die Desperados wenig vertraute Defense-Strategie, wurde bei all ihren bisherigen Auftritten im Jahr 2025 doch „ohne Blitz“, ohne auf den QB zusprintenden Verteidiger gespielt.

Ein kurzer Pass von Quarterback (QB) Jacob Luca auf seinen Center Konstantin Pelzer sorgte um kurz vor fünf für das 12:00 gegen die Schiefbahn Riders, die inzwischen verstärkt mit ihren Back-ups unterwegs waren, war ihnen nach drei vorangegangenen Siegen der Turniergewinn doch nicht mehr zu nehmen. Kurz zuvor war es Desperados-Defender Benjamin Brechter gewesen, der mit seiner zweiten Interception des Spiels seine Offense zurück auf den Platz geholt hatte, nachdem er bereits kurz nach Spielbeginn mit einem Pick 6 für die 6:0-Führung gesorgt hatte. Am Ende der Partie gelang es den Desperados, ihren 12:00-Vorsprung über die Zeit zu bringen, womit sie zumindest ein Stück weit Wiedergutmachung betreiben konnten für das, was sich im Vorfeld ereignet hatte:
Im Auftaktspiel hatte es eine 00:28-Niederlage gegen die Dortmund Giants gegeben, gegen die man dann auch zwei Stunden später im „Rückspiel“ mit demselben Ergebnis unterlegen gewesen war. Dazwischen lag ein 02:24 gegen den späteren Turniersieger Schiefbahn Riders, in dem Valerie Bomhard aufseiten der Defense die ersten Desperados-Punkte des Tages hatte erzielen können.
Ende gut, alles gut? – sicher nicht!
