TFG Typhoons zittern sich zum Sieg

Bereits zur Halbzeit schien die Partie entschieden. Vermeintlich! Mit 0:21 lagen die Gastgeber Troisdorf Jets zurück, hatten Geschenke verteilt, waren am Boden. Dass sie nochmals würden aufstehen können, stand nach dem Spielverlauf in der ersten Spielhälfte nicht zu erwarten. Alleine die Typhoons konnten da noch helfen – und taten genau das. Sie halfen dem GFLJ-Aufsteiger auf, machten ihn stark, verteilten Geschenke im Wert von 16 Punkten und begannen Mitte des dritten Quarters mit dem Zittern, das bis weit in den letzten Spielabschnitt anhielt. Erst kurz vor Spielende gelang es ihnen, den Auswärtssieg zu sichern. Was nach Spielschluss blieb, war, was Footballer in solchen Momenten immer zu sagen pflegen: „A win is a win!“

Angefangen hatte die Partie nach dem Kickoff der Jets mit zwei starken First-Down-Läufen von Typhoons-Runningback Leon Hoffmann, dem wenig später auch noch ein 65-Yard-Lauf in die Troisdorfer Endzone gelang. Dem blieb allerdings die Anerkennung seitens der Schiedsrichter versagt. So bedurfte es zunächst wieder einmal der Typhoons-Defense, die den Offense-Drive der Jets in Person von Defense Back Samuel Fuchs beendete, wobei er seine Interception anschließend bis auf die 23-Yard-Linie der Gastgeber vortragen konnte. Von dort aus war es erneut Leon Hoffmann, der sich auf den Weg Richtung Jets-Endzone machte, sie auch erreichte und diesmal nicht zurückgepfiffen wurde. Nach dem ersten Offense-Touchdown der Saison und dem erfolgreichen Point-after-Touchdown (PAT) durch Typhoons-Kicker Arian Ghorbani hieß es am Ende des ersten Quarters 0:7.

Die vermeintliche Vorentscheidung dann gleich zu Beginn des zweiten Spielviertels. Unmittelbar hintereinander konnten die Typhoons-Defense-Backs Nils Mohrmann und Johannes Wieding (Foto) die beiden ersten Offense-Drives der Jets im zweiten Spielabschnitt mit einer Interception stoppen und sie jeweils in die gegnerische Endzone laufen. Durch die jeweilige Veredelung durch Arian Ghorbani mit seinen PATs stand ein 0:21 auf dem Scoreboard, das auch beim Halbzeitpfiff noch Bestand hatte, da die Typhoons-Defense erneut einen bärenstarken Tag erwischt hatte, wobei sich insbesondere Defense Back Nils Mohrmann, Geburtstagskind Johannes Wieding und Defense-Liner Alexander Ehrensberger hervortaten. Dass kein noch höheres Ergebnis auf der Tafel stand, war der Tatsache geschuldet, dass sich die Typhoons 5 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für einen Laufspielzug und gegen einen Field-Goal-Versuch aus 29 Yards Entfernung entschieden – und scheiterten. Man hätte sicherlich gut daran getan, dieses Scheitern als ein Warnzeichen zu verstehen…

Nach Wiederanpfiff jedenfalls war von Beginn an ein nur schwer nachvollziehbarer Bruch im Spiel der „Fliedner-Schüler“ zu erkennen – und zwar beidseits des Balles. Es reihten sich Fehler an Fehler, Strafe an Strafe. Zunächst gelang es der Typhoons-Defense, alle Fehler, die sie in dieser Saison noch nicht gemacht hatte, gleich einmal in einen einzigen Drive zu packen – nur noch 7:21. Am Ende des nächsten Offense-Drives misslang der Snap, nachdem man sich tief in die eigene Redzone hat drängen lassen, wobei es die Jets waren, die das Ei in der Typhoons-Endzone sichern können – 14:21. Und als sei all das noch nicht genug, hing man im nachfolgenden Drive mit der Offense erneut tief im Backfield fest, konnte sich nicht befreien und erlaubte den Gastgebern auch noch einen Safety – 16:21. Längst hatte auf Typhoons-Seite das große Zittern begonnen, zumal die Troisdorfer kurz vor dem letzten Seitenwechsel auch noch einen Field-Goal-Versuch aus 42 Yards hatten liegenlassen.

So bedurfte es des vierten Turnovers des Tages durch die Typhoons-Defense, um wieder etwas Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen. Nach einem Fumble der Jets war es Linebacker Julian Lammerskitten, der das Ei sichern und seiner Offense übergeben konnte. Allerdings ein teuer erkaufter „game changing turnover“, musste Linebacker Richard Jasper nach dieser Szene doch das Spielfeld verlassen, sodass er seinem Team am nächsten Spieltag wohl auch fehlen wird. Zumindest konnte die Typhoons-Offense im Anschluss mal wieder einen Drive spielen, der nach Football aussah. Läufe von Leon Hoffmann und Quarterback Jona Willemsen sowie Pässe des Letzteren auf seine Receiver Christopher Kähler und Fabian Büßelmann brachten die Typhoons auf die gegnerische 14-Yard-Linie, von wo aus Runningback Paul Zschäbitz auf 16:27 stellen konnte. Für den Endstand sorgte anschließend der PAT von Kicker Arian Ghorbani, der auch nach dem zweiten Spieltag weiterhin ohne Fehlschuss dasteht.

Auch wenn es nur schwer vorstellbar erscheint, dass man nach einem derartigen Spiel nun schnell wieder zur Tagesordnung übergehen kann, wird den Typhoons-Coaches in der kommenden Woche nicht viel anderes übrigbleiben als zu sagen: „A win is a win!“ Denn am Samstag, den 28. April, empfangen die Mannen von Head Coach Jens Ruffert im heimischen Rather Waldstadion um 14:30 Uhr niemand Geringeres als den amtierenden Deutschen Meister und Junior-Bowl-Gewinner 2017: die Paderborn Dolphins.

Troisdorf Jets vs. U19 TFG Typhoons 16:28 (00:07; 00:14; 16:00; 00:07)
00:07  23-Yard-Lauf Leon Hoffmann, PAT Arian Ghorbani
00:14  Interception-Touchdown Nils Mohrmann, PAT Arian Ghorbani
00:21  Interception-Touchdown Johannes Wieding, PAT Arian Ghorbani
07:21  12-Yard-Lauf und PAT Troisdorf Jets
14:21  Fumble Recovery in der Endzone und PAT Troisdorf Jets
16:21  Safety Troisdorf Jets
16:28  14-Yard-Lauf Paul Zschäbitz, PAT Arian Ghorbani

Ein paar Impressionen gibt es hier: Bilder

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