TFG Typhoons nicht zu stoppen

Typhoons Quarterback Jens LehnhardtSie werden sich nicht vorwerfen lassen müssen, dass sie nicht alles probiert hätten – die Paderborn Dolphins. Gleich beim Kick-off haben sie versucht, die TFG Typhoons mit einem Onside-Kick zu überraschen – aber das Kick-Return-Team des Regionalliga-Tabellenführers war hellwach. Sie haben ihre besonders lautstarken, bestens ausgestatteten Fans gleich mal unmittelbar hinter die Teamzone der „Fliedner-Schüler“ platziert – die dann aber bereits Mitte des zweiten Viertels entnervt die Segel strichen und auf die Haupttribüne zurückgekehrten. Es hat nicht gereicht für die Ostwestfalen, ihre Hinspielniederlage mit einem Score von -28 wett zu machen. Im Gegenteil: Am Ende des Spitzenspiels Zweiter gegen Ersten mussten sie auch im heimischen Hermann-Löns-Stadion eine Niederlage (8:22) gegen die TFG Typhoons einstecken.

Ihr einziger Touchdown gegen die erneut hervorragend aufgestellte Typhoons-Defense gelang den Paderbornern Sekunden vor Ende des dritten Quarters, als die Jungs von Defense-Coordinator Martin Pfeiffer das einzige Mal an diesem Tag nicht hundertprozentig konzentriert zur Sache gingen und sich in Höhe der 50-Yard-Linie von einem Punt-Fake der Gastgeber überraschen ließen, denen anschließend auch noch ihre Two-Point-Conversion (TPC) gelang. Allerdings hatten die „Fliedner-Schüler“ von Head Coach Jens Ruffert bis zu diesem Moment bereits 14 Punkte durch zwei Premieren vorgelegt. Quarterback (QB) Jens Lehnhardt (Bild) – ein Teamplayer, wie er im Buche steht – war kurz nach Spielbeginn am Ende des zweiten Drives seiner Offense durch einen 1-Yard-Lauf über die Paderborner Goalline der erste Touchdown seiner Karriere gelungen, wobei die Typhoons allerdings den anschließenden Point-after-Touchdown hatten liegen lassen. Und auch Linebacker Joshua Lieck hatte Mitte des zweiten Quarters erstmals in seiner Karriere Punkte aufs Scoreboard bringen können, als er einen Pass des Paderborner Quarterbacks in dessen Redzone antizipieren konnte und ihm ein Pick Six über 20 Yard gelang, den anschließend Felix Herkendell mit seiner TPC nach sicherem Catch in der Endzone auf Pass von Holder Oliver Janssens noch veredelt hatte.

Sollten angesichts ihres Erfolgserlebnisses Ende des dritten Quarters nochmals Hoffnungen aufseiten der Dolphins aufgekommen sein, so wurden diese bereits im ersten Spielzug des letzten Spielabschnitts zerstört. Auch wenn die Offensiv-Abteilung der Typhoons beileibe keinen Sahnetag erwischt hatte, so waren die Mannen von Offense-Coordinator Dan-Serban Bins doch immer dann da, wenn es drauf ankam. So starteten sie nach einem erneuten Onside-Kick der Dolphins an ihrer eigenen 40-Yard-Linie und konnten anschließend das Ei auf die 2-Yard-Linie der Gastgeber vortragen. Dieses gelang durch mehrere Läufe von Running Back Peter Pinter und seinem Bruder Martin, der inzwischen Jens Lehnhardt, den seine Krankheit der vergangenen Woche eingeholt hatte, als Quarterback vertrat. Für den Rest sorgte dann Peter Pinter, bevor Oliver Janssens und Tight-End Lukas Handlögten noch eine erfolgreiche TPC zum 8:22 gelang.

Dass dieser Spielstand zugleich das Endergebnis einer wahren Abnutzungsschlacht bei Temperaturen um die 30 Grad herum markierte, dafür sorgte in den verbleibenden Minuten der Partie die Typhoons-Defense, die auch die letzten Bemühungen der Dolphins zunichte machte. Ob beherzte Tackles von Defense-Liner Finn Monaghan, den Defense-Backs Raphael Schopphoff und Lennart Schlieper sowie den Linebackern Oliver Janssens und Friedrich Jasper, der Sack tief im Backfield durch D-Liner Jacob Lind oder die Interception von Linebacker Lukas Barske – es gab einfach kein Durchkommen für die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber. Kurz vor Ende der Partie hatten sich die Typhoons durch ihre Running Backs Peter Pinter, Tim Schuchart und Andreas Kaiser sowie QB Martin Pinter gar nochmals bis auf die gegnerische 4-Yard-Linie vorgearbeitet, wo sie aber nach drei fehlgeschlagenen Versuchen auf das Field Goal verzichteten und die Begegnung abknieten.

Somit können die TFG Typhoons bereits am kommenden Sonntag die Regionalliga-Meisterschaft unter Dach und Fach bringen, wenn sie um 15.00 Uhr im Rather Waldstadion zum Rückspiel gegen die Uerdingen Tomahawks antreten. Sollte ihnen dieses nicht gelingen, so haben sie vier Tage später noch einen zweiten Versuch, wenn zum Saisonfinale am Donnerstag, den 19. Juni (Fronleichnam), die Solingen Steelers ihre Visitenkarte an gleicher Stätte und ebenfalls um 15.00 Uhr abgeben.

Paderborn Dolphins vs. TFG Typhoons 08:22 (00:06; 00:08; 08:00; 00:08)
Hermann-Löns-Stadion, Paderborn
00:06  1-Yard-Lauf Jens Lehnhardt, PAT failed
00:14  20-Yard-Interception Joshua Lieck, TPC Felix Herkendell
08:14  50-Yard-Lauf und TPC Paderborn Dolphins
08:22  2-Yard-Lauf Peter Pinter, TPC Lukas Handlögten

Einige Impressionen vom Spiel gibt es hier: Bilder

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