Was wurde eigentlich aus……….? Tim Warelas (06.07.1989)

Tim, Du gehörtest 2005/2006 zu den Gründungsmitgliedern der Schul-AG TFG TYPHOONS, noch bevor das TEAM angefangen hat, am offiziellen Ligaspielbetrieb teilzunehmen. Was hat Dich seinerzeit dazu bewogen, da mitzumachen?
Ich wäre wohl nie zum Football gekommen, wenn Coach Bins nicht gewesen wäre! Ich wurde von ihm gefragt, ob ich nicht Lust hätte, an dem Projekt “American Football an einer Schule” teilzunehmen. Allein die Tatsache, dass dieses Projekt etwas bisher Einmaliges in Deutschland war, hat mich gereizt da mitzumachen.

Welche Position oder Positionen hast Du seinerzeit im Team gespielt?
Ich habe immer in der Offense-Line der TYPHOONS gestanden. Anfangs als Guard oder zuletzt dann als Tackle.

Wie bewertest Du aus heutiger Sicht Deine damalige Zeit als TYPHOON?
Für mich war die TYPHOONS-Zeit aus footballerischer Sicht die geilste Zeit, die ich je hatte. Es war unglaublich, was für ein Team-Spirit in dieser Mannschaft steckte und höchstwahrscheinlich immer noch steckt! Als TYPHOON war man einfach anders als andere Footballer! Da alle von demselben Gymnasium kamen, ging es zu wie in einer großen Familie, und auch das Drumherum war und ist immer noch sehr beeindruckend. Wenn ich mir heute anschaue, wie es in den anderen Vereinen so zugeht, wie unorganisiert alles teilweise ist und wie viel team-interner Stress dabei entsteht, ist es wirklich beeindruckend, was die TYPHOONS und deren Eltern und die Coaches da aufgebaut haben. 

Gibt es irgendwas aus Deiner TYPHOONS-Zeit, was Du für Dich und Dein Leben mitgenommen hast, wovon Du noch heute profitierst?
Coach Rufferts Prioritätenliste ist mir z.B. noch heute ein Begleiter, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:

  1. Familie
  2. Schule
  3. Football

Gut, zur Schule gehe ich nicht mehr, aber es lässt sich natürlich auch auf andere Lebenssituationen übertragen wie Studium und Job zum Beispiel. In der letzten Saison kam es dazu, dass ich dieser Liste vertraut habe und mein Team am Gameday habe sitzen lassen müssen. Ich durfte die Psychologieklausur nicht verhauen, da es sonst mit dem Studium ausgewesen wäre. Natürlich kamen da Fragen auf mich zu, von wegen, was das denn solle, so ein Spiel ginge ja nur einen halben Tag, ich könnte ja dann immer noch lernen. Doch wer Football kennt und spielt, weiß, dass es dabei nicht um einen halben Tag geht, sondern mindestens der ganze Tag dabei draufgeht, da die Knochen und Muskeln sich nach dem Gameday zu Wort melden. Schließlich habe ich auf das Spiel, wie bereits gesagt, verzichtet, die Zeit zum Lernen genutzt und die Klausur bestanden. Die Niederlage von 00:37 hätte ich alleine auch nicht verhindern können!

Was oder welches Ereignis ist Dir aus Deiner TYPHOONS-Zeit am nachhaltigsten in Erinnerung geblieben?
Der Lippebowl [2008]!

Hast Du nach Deiner TYPHOONS-Zeit das Pad für immer ausgezogen oder ging es für Dich mit Football in irgendeiner Form weiter?
Das Pad habe ich zwar ausgezogen, aber nur deshalb, weil ich ein neues brauchte. Football ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden, ohne den es einfach nicht mehr geht. Ich habe, nachdem ich altersbedingt nicht mehr für die TYPHOONS spielen durfte, zwei Jahre für die Langenfeld Longhorns gespielt und bin dann zu den Düsseldorf Bulldozern gewechselt, bei denen ich zur Zeit noch aktiv bin. Für nächstes Jahr plane ich, mich im Trainerbereich weiterzubilden.

Losgelöst von Football: Wie ging Dein Leben nach dem TFG-Abitur weiter?
Das TFG-Abitur habe ich ja nicht gemacht, da ich einer der wenigen war, die von außerhalb in das Team durften. Naja, aber nach dem Fachabitur, das ich dann gemacht habe, habe ich ein Praktikum gemacht und wollte eigentlich, nachdem es dann bei der Polizei nicht mit der Bewerbung geklappt hat, ein Maschinenbau-Studium beginnen. Durch einen komischen Systemfehler bei der ZVS bin ich dann bei Pädagogik gelandet und studiere dies auch noch heute.

Wie sieht Dein Leben heute aus? Was machst Du heute?
Ich studiere zur Zeit noch Pädagogik, werde dies auch noch vollenden und mich dann vermutlich umorientieren. Aktuell laufen Bewerbungen bei der Feuerwehr der Stadt Düsseldorf. Neben dem Studium arbeite ich noch im “Schalander”, einer Kneipe in Düsseldorf-Wersten, und spiele noch Football.

Mehr als fünf Jahre sind seit Deiner TYPHOONS-Zeit vergangen. Was glaubst Du, wie wird Dein Leben in fünf Jahren aussehen? Was wirst oder hoffst Du dann zu machen?
Ich hoffe, bis dahin meinen Traumjob gefunden zu haben und dass ich weiterhin so fit bleibe wie ich es bisher bin. Ich hoffe auch, dass ich sportlich gesehen noch weitermachen kann und mich noch weiterentwickeln werde.

Hast Du noch irgendwelche Verbindungen zu den TFG TYPHOONS?
Im Zeitalter von Facebook und Footballforum ist dies Gott sei Dank kein Problem, leider hat man nicht mehr ganz so viel persönlichen Kontakt, aber ganz abgerissen ist er nicht. Außerdem bin ich noch immer ein Dauerkonsument des Newsletters, den ich immer brav lese, um auf dem aktuellen Stand der TYPHOONS und deren Spiele und Drumherum zu bleiben.

Wird man Dich 2012 in der ersten TYPHOONS-Saison in der German Football League Juniors auf der Tribüne sehen können?
Ja! Sollte ich an diesen Wochenenden nicht selber auf dem Platz stehen, werde ich mir die Derbys gegen die Düsseldorf Panther und Köln Falcons natürlich nicht entgehen lassen. Und sofern Zeit ist, werde ich mir auch das eine oder andere Spiel anschauen kommen.

Gibt es irgendwas,was Du der heutigen TYPHOONS-Generation für ihre erste GFLJ-Saison mit auf den Weg geben möchtest?
Jungs! Es wird Zeit, das “Ding”  mal wieder nach Düsseldorf zu holen, und ich meine damit nicht zu den Panthern! Ihr habt das Zeug, den Willen und das Potenzial dazu, also macht was daraus und kämpft weiterhin so wie bisher!

Tim, lieben Dank für dieses Interview. Wir wünschen Dir für Deine Zukunft alles Gute und freuen uns darauf, Dich hoffentlich bald mal wiedersehen zu dürfen.

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